Nuisance Bear © Michael Code

Nuisance Bear

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Regie
Jack Weisman, Gabriela Osio Vanden
Produziert von
Michael Code, Will N. Miller, Teddy Leifer
Kamera
Gabriela Osio Vanden, Jack Weisman
Schnitt
Andres Landau

Seit Jahrtausenden wandern Eisbären entlang der Küste der Hudson Bay im Norden Kanadas. Heute kollidiert dieses uralte Ritual mit einer von Tourismus, Überwachung und Kontrolle geprägten Welt. NUISANCE BEAR (deutsch: Störenfried) versetzt das Publikum in die Lage eines Bären, der zwischen Tourist:innen, Wildhüter:innen und Jäger:innen navigiert, während die verzögerte Eisbildung die Tiere immer näher in die Siedlungen treibt. Wird ein Raubtier zum „Störenfried“ erklärt, stellt sich die Frage, wem diese Landschaft gehört.

In eindrucksvoller Intimität und Größe gedreht, beobachtet Nuisance Bear Eisbären, die ständig überwacht und fotografiert werden. Der beim diesjährigen Sundance Film Festival mit dem „U.S. Documentary Grand Jury Prize“ ausgezeichnete Film zeigt die Tiere als handelnde Akteure. Aus dem gefährlichen Zusammenleben entsteht ein klarer Blick, wie Menschen Wildtiere am Rande des schmelzenden Eises managen und vermarkten.

Dazu im Gespräch:

Im Anschluss an die Vorführung berichtet Verena Mohaupt, Physikerin und Logistikkoordinatorin der großen Arktisexpedition MOSAiC, vom veränderten Lebensraum der Eisbären und welche Konflikte mit dem Menschen dadurch entstehen – basierend auf ihren eigenen Erfahrungen aus der Arktis.

Verena Mohaupt

Alfred-Wegener-Institut – AWI Potsdam

Moderation: Julia Vismann

rbb radioeins